© Marion Rockstroh-Kruft Germany - Lieblingsweine beim Vinocamp Rheinhessen

7. April 2016

Wenn dir in der Sendung mit der Wein-Maus etwas über Orange Wine erzählt wird …

… und ein demokratischer Wein sich auf einem Eventschiff tummelt.
Dann ist Vinocamp-Zeit in Rheinhessen. Vinocamp? Was ist das?

Wenn man im Frühjahr auf den rheinhessischen Social Media Kanälen unterwegs war, ist man sicherlich über das Stichwort „Vinocamp“ gestolpert. Vinocamp? Noch nie gehört – was ist das? Ein Barcamp zum Thema Wein… So jetzt schlauer? – Nö!
Was ist denn nun ein Barcamp? Fragen über Fragen…

Laut Wikipedia und anderen „Online-Lexika“  könnte man es so definieren:

Ein s.g. Barcamp ist ein offener Workshop rund um ein spezielles Thema. Diese Veranstaltungsform ist ein modernes „Tagungsformat“, das auf den intensiven Dialog der Teilnehmer in seiner Vielfältigkeit abzielt. Wie für ein Barcamp üblich, werden die Sessions von Teilnehmern vorgeschlagen, gemeinsam ausgewählt und abgehalten.

Ich persönlich habe von diesem „Phänomen“ zum ersten Mal im Winter 2015 gehört als die Veranstalterin Marion Rockstroh-Kruft mit ihrer Idee in unser Büro kam. Das Vinocamp Deutschland gibt es nun schon seit fünf Jahren. Nach dem das erste regionale Vinocamp an der Mosel stattfand, hat sich Marion gedacht, dass so ein regionales Camp super ins Jubiläumsjahr von Rheinhessen passen könnte. Und so entstand die Veranstaltung Vinocamp Rheinhessen, das nun am letzten Wochenende in Mainz durchgeführt wurde.

Am frühen Morgen machten Alexandra und ich uns auf den Weg zum Coworking-M1, das hinter dem Hauptbahnhof liegt. Die Location ist noch ganz neu und versteckt sich zurzeit noch in einem riesigen Baustellen-Gebiet, aber es macht von außen und auch innen einen super modernen Eindruck (hoffentlich ist die Baustellenzeit bald vorbei).

Jeder Teilnehmer hatte vor dem Vinocamp zwei Aufgaben. 1. Bringe deinen Lieblingswein mit und 2. Kreiere etwas Leckeres für das Abendbuffet. Diese zwei Dinge wurden uns bei Ankunft auch direkt schon abgenommen und in Kühlschränke verstaut. Wie bei einer richtigen Tagung wurden wir erst einmal mit einem Namensschildchen und einem Gläschen Sekt vom Weingut Eppelmann aus Stadecken-Elsheim ausgestattet und auf die anderen Teilnehmer zum Kennenlernen losgelassen. Die lockere Atmosphäre und der offene Umgang miteinander ließen schon erahnen, dass es ein super spaßiges Wochenende mit Weinliebhabern wird. Auch in der Vorstellungsrunde war ich erstaunt, aus wie vielen Branchen die Leute kamen und mit welchen unterschiedlichen Erwartungen die Teilnehmer in diese zwei Tage starteten. Aber das Schöne ist… jeder liebt und verehrt den Wein.

In der Sessionplanung sprudelte es nur so von Ideen, so dass der erste Tag schon satt mit Themen gefüllt war. In der ersten Sessionzeit konnte man zwischen „Der Sendung mit der Maus“ und „Orange Wine“ entscheiden. Ich habe mich für die Maus-Geschichte entschieden, da ich mein Fachwissen einfach mal wieder aufpeppen wollte. Wir konnten die absoluten Weinexperten Thomas, Peter und Harald mit vielen Fragen bewerfen, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Schade, ich hätte mir noch eine zweite Version am nächsten Tag gewünscht, allerdings ist uns dies nicht mehr gelungen. In der zweiten Runde ging es um die Fragestellung der Blogvernetzung, einen Crashkurs in Snapchat sowie eine Diskussionsrunde über Modeweine.

Nach den intensiven Gesprächen wurden wir von Herrn Stullen Andi mit köstlichen Pausenbroten und Weinen aus dem Weingut Bernhard aus Wolfsheim versorgt. So was von lecker kann ich euch sagen. 😛
Dann war Location-Hopping angesagt. In der Pause sind wir bei strahlendem Sonnenschein runter an das Rheinufer geschlendert wo schon das Eventschiff Cassian Carl auf uns gewartet hat.

Das Winzer-Speed-Dating war das absolute Highlight. Acht Winzer hatten jeweils fünf Minuten Zeit einer Gruppe sich, ihr Weingut und ihre Weine zu präsentieren. Nach Ablauf der Zeit erklang ein Glockenschlag und man sprintete zum nächsten Tisch. Eine schnelle Aktion, die bei allen Teilnehmern Zuspruch fand und die zu teilweise richtig guten Lachern hinreißen ließ.

Nachdem man sich dann durch acht Weingüter probiert hatte, war auch der Hunger vorprogrammiert. Die Tische wurden zusammengerückt und wir haben alle in geselliger Runde das Rheinhessen Buffet genossen. Die Lieblingsweine-Aktion danach ging mir persönlich leider etwas unter, da alle zu gesättigt waren um noch die immense Vielfalt zu verkosten (ein Konterbier wäre hier wünschenswert gewesen…)

Am nächsten Morgen ging es zum Weingut der Stadt Mainz in Mainz-Hechtsheim. Teilweise haben die Teilnehmer noch ziemlich verschlafen ausgesehen (tja, sich so lange auf dem Schiff rumgetummelt 😉

In Mitten von Barrique-Fässern tauschten wir in die Welt der Kombination von Wein und Speisen ein. Alexandra, unsere Fachfrau, hat mal wieder voll und ganz ihr Können bewiesen und hat zwischen Chips, Zitrone und Schokolade den Teilnehmern ein WOW-Effekt in den Augen aufblitzen lassen.

Danach stieß als Überraschungsgast, die rheinhessische Weinprinzessin Kathrin Weinbach, zu uns. Sie hatte eine spezielle Weinprobe im Gepäck. Als Anlass zum 100. Geburtstag dieser faszinierenden Rebsorte hat Kathrin uns die Vielfalt der Scheurebe aufgezeigt.

In der Pause haben wir uns kurzfristig entschieden die letzte Sessionrunde nach draußen zu verlegen – die wunderschöne Sonne ließ sich blicken. Ja, bei Vinocamps kann man spontan sein – es ist ja so nix festes geplant. Also ab nach draußen an die frische Luft.

Die letzte Runde waren Diskussionssessions. Die Gruppe rund um Dirk hat sich zum Thema „200 Jahre Rheinhessen  – was passiert nächstes Jahr“ auf die Wiese inkl. Spielgerät platziert und sich gemeinsam überlegt was man nach dem Jubiläumsjahr 2016 alles machen könnte. Ich habe mich  – wie man sieht 😉 – in die Diskussion rund um Online-Weinmagazine gestürzt. Hier war es Gisela wichtig neuen Input und Ideen zu gewinnen. Ich hoffe es ist geglückt.

Nach eineinhalb Tagen voller Ideen, Diskussion, Verkosten und vor allem Spaß waren wir auch alle geschafft. Zum Abschluss gab es noch ein kurzes Feedback zur Vinocamp-Premiere und ein kleines Dankeschön, in Form eines Blümchens mit einem fetten Applaus, an Marion, die die ganze Veranstaltung organisiert hatte.

Rund um war es für mich eine gelungene Veranstaltung. Nächstes Jahr bin ich wieder dabei!

Randnotiz: Ich habe mir die Freiheit genommen und alle genannten Sponsoren, ohne die diese Non-Profit-Veranstaltung hätte nicht realisiert werden können, zu verlinken. Euch allen ein herzliches Dankeschön!

Zusatz: 24.11.2016: Das nächste Vinocamp Rheinhessen findet vom 30.03. – 02.04.2017 in Flörsheim-Dalsheim statt.

Kommentare

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  1. Verena Wasem

    Das Vinocamp Rheinhessen 2018 wird auch schon kräftig geplant...ich bin gespannt

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