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30. November 2022

Vier Tipps für einen Städtetrip im winterlichen Rheinhessen

Der Winter in Rheinhessen hat begonnen. Es wird kälter und die Tage werden kürzer. Jetzt ist die Zeit der Kaminfeuer, der warmen Glühweintassen und der Winterspaziergänge.

In den rheinhessischen Städten schlummern verborgene Talente und Winterattraktionen, die es zu entdecken gilt.

Rotweingenuss und abwechslungsreiche Unterhaltung in Ingelheim

Weinwanderung mit Blick auf die Burgkirche in Ober-Ingelheim (c) Dominik Ketz

Wenn es draußen kälter wird, dann ist die Zeit des Rosés und des fruchtigen Weißweins vorbei und die Zeit des gehaltvollen und würzigen Rotweins beginnt. Wo ist man da besser aufgehoben als in der Rotweinstadt Ingelheim. Portugieser, Früh- und Spätburgunder, Dornfelder, Merlot, Cabernet Sauvignon – der Auswahl sind fast keine Grenzen gesetzt. Wenn Ihr bisher noch kein Rotweinexperte seid, dann könnt Ihr es jetzt werden. Bei einer Weinprobe oder einem spontanen Besuch in einer der AUSGEZEICHNET-Vinotheken könnt Ihr Euch durch die Weine probieren und dabei mit dem Winzer über die Trauben und Weine philosophieren und alles Wissen aufsaugen.

Ingelheimer Vinothek im Winzerkeller (c) Carsten Costard
Vinothek in Wasems Kloster Engelthal (c) Carsten Costard
Vinothek im Weingut Merl (c) Carsten Costard

Der imposante Bau des kING, der Kultur- und Kongresshalle Ingelheim, fällt Euch bei Eurem Besuch sicherlich ins Auge. Die eckige Form des hellen Gebäudes, die vielen kleinen, unterschiedlich großen, quadratischen Fenster, die bunt leuchten und der große Vorplatz ziehen die Blicke nicht nur in der Dämmerung auf sich. Doch die wirkliche Magie wartet im kING auf Euch. Ballett, Comedy, Musical, Lesungen, Shows, klassische und moderne Konzerte – die Bühne des kING erwacht an den Abenden des Wochenendes zum Leben. Ihr lehnt Euch zurück und taucht für ein paar Stunden in eine andere Welt ein.

kING Kultur- und Kongresshalle
kING Kultur- und Kongresshalle (c) Dominik Ketz

Lichterglanz und Shoppingzauber in Mainz

Winterzeit ist Weihnachtszeit und damit auch die Zeit der Weihnachtsmärkte. Überall sind kleine Lichter und es duftet nach gebrannten Mandeln und Glühwein. Der Mainzer Weihnachtsmarkt rund um den Dom wird in der Dämmerung erst besonders schön. Denn dann kommt das Lichterspiel viel besser zur Geltung.

Weihnachtsmarkt in Mainz (c) Dominik Ketz

An den kleinen Buden mit Kunsthandwerk lassen sich individuelle und handgemachte Weihnachtsgeschenke finden. Nicht nur durch eine Tasse Winzerglühwein kommt hier Weihnachtsstimmung auf. Beim Betrachten der elf Meter hohen reich verzierten Weihnachtspyramide und der handgeschnitzten, lebensgroßen Krippenfiguren entdecke ich immer wieder neue Details.

Stadtbummel in der winterlichen Mainzer Altstadt (c) Dominik Ketz

Auch abseits des Weihnachtsmarktes lohnt sich ein Bummel durch die Mainzer Innenstadt. Die Schaufenster erhellen die kalten Gesichter und bringen nicht nur Kinderaugen zum Funkeln. In den Läden kann man sich wunderbar aufwärmen und dabei so manche winterliche Dekoration, ein typisches Mitbringsel aus Mainz oder das nächste Weihnachtsgeschenk entdecken. Hier bleiben fast keine Wünsche offen.

Geschenke-Shopping in Mainz (c) Dominik Ketz
Mainzer Mitbringsel (c) Dominik Ketz

Geschichte und Kultur hautnah erleben in Worms

Liebe, Hass und Mord sind die Themen der Nibelungensage. Die Sage, die vom Aufstieg und Fall der Nibelungen erzählt, wird nicht nur faszinierend und beliebt, sie ist auch Teil des UNESCO-Weltdokumentenerbes. Die meisten Szenen des über 800 Jahre alten Nibelungenlieds spielen in Worms. Nicht nur die Nibelungensage ist hier verankert. Die Nibelungenstadt Worms sprüht vor Kultur und erlebbarer Geschichte. Luther hat vor ca. 500 Jahren auf dem Reichstag den Widerruf seiner Schriften verweigert und damit die Reformation und den Diskurs über die Gewissensfreiheit weiter ins Rollen gebracht. Das Judentum hat eine Geschichte, die mit den SchUM-Stätten bis zu tausend Jahre lang mit Worms verbunden ist. Ein so bedeutsamer Teil von Worms und der Vergangenheit des Judentums in Europa, dass die SchUM-Stätten 2021 von der UNESCO den Titel Weltkulturerbe erhielten.

Wormser Synagoge, eine der SchUM-Stätten, UNESCO Welterbe (c) Dominik Ketz

Die Stadt um den Dom St. Peter erlebt Ihr am besten mit einer Gästeführung. Ob am Tag oder abends mit Taschenlampen ausgestattet, bei einer Gästeführung erfahrt Ihr die Geschichten und Anekdoten um Worms aus erster Hand und entdeckt so manches verborgene Detail.

Der Dom zu Worms (c) Dominik Ketz

Wenn Ihr Euch lieber auf eigene Faust auf den Weg macht, dann unterstützen Euch die Worms-App, die themenspezifische SchUM-App oder die Spieleapp SCHAZ dabei, alles rundum Worms aufzuspüren.

Neben den Sehenswürdigkeiten wie dem Lutherdenkmal oder dem Hagendenkmal haben auch die Museen der Stadt einiges an Kultur und Geschichte aufzuwarten. Das Nibelungenmuseum, das jüdische Museum und das Museum der Stadt Worms vertiefen die bekannten Kulturprofile der Stadt und bieten neue Einblicke. Im Museum im Heylshof, der selbst auch einen Besuch wert ist, warten immer wechselnde Kunstausstellungen darauf, Euch eine andere Sichtweise zu präsentieren.

Das Nibelungenmuseum in Worms
Das Lutherdenkmal in Worms (c) Dominik Ketz
Das Jüdsiche Museum im Raschi Haus in Worms (c) Dominik Ketz

Wellness und Entspannung pur in Bad Kreuznach

Wenn es draußen regnet, der erste Schnee fällt oder ein kalter Wind pfeift, gibt es nichts Schöneres, als in das warme Wasser des Thermalbeckens zu gleiten oder sich von der duftenden Wärme der Sauna umhüllen zu lassen. Wenn Ihr das genauso seht, dann seid Ihr in Bad Kreuznach in Eurem Paradies.

Das Bäderhaus verwöhnt Euch mit klassischen und Event-Aufgüssen in den finnischen Saunen, römischen Dampfbäder, einem Hamam und einem beheizten Pool auf der Dachterrasse. Für das rundum Erholungspaket könnt Ihr Euch zusätzlich eine Wellnessanwendung buchen.

Bäderhaus in Bad Kreuznach
Sauna im Bäderhaus

Am Ufer der Nahe liegen die crucenia thermen. Die zwei Innen- und Außenbecken haben auch im Winter wohlige 33°C und laden zur Entspannung und Erholung ein. Während Ihr im Außenbecken liegt und Euch im warmen Thermalwasser entspannt, könnt Ihr den Blick über die Nahe und aufs andere Ufer schweifen lassen und dabei die klare kühle Luft einatmen.

Die beste Luft Bad Kreuznachs atmet ihr dann doch außerhalb des Wassers bei einem Spaziergang durch den Gesundheitspark Salinental. Mit Blick auf die Nahe spaziert Ihr durch den Kurpark und inhaliert die salzhaltige Luft der Gradierwerke, die zusammengezählt auf eine Gesamtlänge von 1,1 km kommen. Auch wenn die Salinen gerade eine Winterpause einlegen, liegt ihr salziger Duft noch in der Luft und ihr werdet merken, wie gut das tut, gerade jetzt in der Erkältungszeit. Ein Spaziergang durch den Park lohnt sich auch abgesehen von der guten Luft. Eingerahmt von hohen Bergen und mit dem Plätschern der Nahe im Ohr kommt Ihr ganz leicht zur Ruhe und findet neue Power.

Saline in Bad Kreuznach
Blick auf den Rotenfels in Bad Kreuznach (c) Dominik Ketz

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