30. September 2016

Spontane Rad-Rundtour über Hiwwel-Route, Obstroute, Rhein-Radweg, Selztal-Radweg

Radeln macht mir riesig Spaß – unter bestimmten Bedingungen 😉
Es darf nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. Und ich schaue auf die Höhenmeter – natürlich die nach oben. Sozusagen eine Schönwetter-Genuss-Radlerin. Und so hab ich dieses Jahr im September unter anderen noch einen dieser tollen sonnigen Tage erwischt und eine nette Rundtour gemacht. Ach ja, und regnen soll es auch nicht.

Diesmal hatte ich zwar eine grobe Route im Kopf, bin aber letztlich etwas planlos losgefahren, habe mich sozusagen treiben lassen.

Also aus Mainz erst mal los Richtung Heidesheim auf der Hiwwel-Route.

Radwegebeschilderung Rheinhessen
Radwegebeschilderung

Zunächst ging es durch Obstplantagen. Die Kirschen und Zwetschgen waren bereits geerntet. Viele Apfelsorten hingen noch an den Bäumen. Ein Falke flog in relativ kurzer Entfernung über den Weg – zu schnell für ein Foto. Kurz danach eröffneten sich dann die ersten Ausblicke über den Rhein in den Taunus. Und es ging bergab – sehr gut für die Genuss-Radlerin! Die Luft duftete schon eindeutig nach Herbst.

Kurz vor Heidesheim, Blick in den Taunus
Kurz vor Heidesheim, Blick in den Taunus

In Heidesheim wechselte ich dann von der Hiwwel-Route auf die Obstroute, weil ich an den Rhein, also Richtung Heidenfahrt wollte. Durch den Ort fährt man nur ein relativ kurzes Stück (ca. 600m) auf der „Durchgangsstraße“ (Mainzer Str. / Binger Str.), wo zeitweise etwas mehr Verkehr ist. Ansonsten ist man in einer Spielstraße und 30-Zonen unterwegs. Lässt sich also gut fahren.

Heidesheim (Josef-Kehrein-Str. / Binger Str.)
Heidesheim (Josef-Kehrein-Str. / Binger Str.)

Auf dem Abschnitt zwischen Heidesheim und Heidenfahrt überquerte ich die A61. Weil das ordentlich laut war, fiel mir erst dadurch auf, wie schön ruhig und abseits vom Trubel die übrige Tour ansonsten war – mit Ausnahme von Ingelheim, siehe unten. Das gesamte Areal in Heidenfahrt ist schön angelegt. Es gibt Tische und Bänke mit Blick auf den Rhein. Man könnte auch das Fahrrad abstellen, und ein wenig am Rhein spazieren gehen, oder in der dortigen Gastronomie einkehren, aber ich wollte ja noch weiter.

Heidenfahrt, Senngraben
Heidenfahrt, Senngraben

Zumal ich mich jetzt entschieden hatte, wie es weitergehen sollte. Ich bog Richtung Ingelheim auf den Rhein-Radweg ein.

Gut, dass man informiert wird:

Hinweis Deichpflege, Rhein-Radweg

Vorbei am Polder Ingelheim ….

Infotafel Polder Ingelheim
Infotafel Polder Ingelheim

… nach Ingelheim, Stadtteil Frei-Weinheim ….

Ingelheim, Frei-Weinheim
Ingelheim, Frei-Weinheim

…. wo die Rheinfähre Richtung Oestrich-Winkel ablegt.

Der Rhein bei Ingelheim, Frei-Weinheim
Der Rhein bei Ingelheim, Frei-Weinheim

Auch hier kann man eine schöne Pause mit Blick auf den Rhein machen. Sitzgelegenheiten gibt es genug. Und dabei habe ich mich mal an einem kleinen Video versucht.

 

Weiter wollte ich nun nach Schwabenheim. Durch Ingelheim nahm ich die Abkürzung über die Rheinstraße und Binger Straße, und ab dort dann auf den Selztal-Radweg. Das Stück über die Rheinstraße war für mich nicht schön, weil entlang der vielbefahrenen Straße. Aber man hatte, bis auf das erste Stück, seinen eigenen Radweg, und somit war diese Verbindung gut zu fahren. Wer das nicht mag, der kann auch schon ab Ingelheim Frei-Weinheim auf dem Selztal-Radweg fahren.
Jetzt wurde es doch noch deutlich wärmer, als gedacht, und ich war froh über die längeren, schattigen Passagen entlang der Selz. Bloß sind die schattigen Bilder nicht schön geworden und so gibt es hier eben schöne sonnige Eindrücke 😉

Selztal-Radweg zwischen Ingelheim und Schwabenheim
Selztal-Radweg zwischen Ingelheim und Schwabenheim
Selztal-Radweg zwischen Ingelheim und Schwabenheim
Selztal-Radweg zwischen Ingelheim und Schwabenheim

Durch Schwabenheim ließ es sich wieder herrlich gemütlich durchradeln und beobachten.

Schwabenheim
Schwabenheim

Wobei sich hier andeutete, was schon zu Beginn der Tour klar war: irgendwann muss ich den Berg wieder hoch!

Schwabenheim
Schwabenheim

Was soll ich sagen – ich habe das ganze Stück geschoben … hat aber nicht so lange gedauert, wie zunächst gedacht. Außerdem gab es auf halber Strecke eine Bank unter einem Baum zum Ausruhen. Die war nur leider von anderen Radlern belegt, und wirklich kein Platz mehr, sich dazu zu setzen. Schade. Ich wurde aber für meinen weiteren Weg „angefeuert“ ;-). Keine Sorge, ich habe es geschafft, dann schafft Ihr das auch – aber Ihr solltet vorbereitet sein  😉

Herbstzeit ist Weinlesezeit, Trester
Herbstzeit ist Weinlesezeit, Trester

Nicht nötig zu erwähnen, dass dieses Stück eindeutig nicht meine Bedingungen erfüllte, siehe oben … Aber es war dann, wie doch fast immer mit Bergen (oder im Fall von Rheinhessen: Hügeln), oben wartet die Belohnung, der schöne Ausblick. Gleichzeitig ist man froh, dass man unten nichts vergessen hat ;-).

Blick ins Selztal
Blick ins Selztal

Auf dem letzten Stück nach Wackernheim und nach Mainz war dann wieder der Blick rüber zum Taunus da.

Blick über Rheinhessen zum Taunus
Blick über Rheinhessen zum Taunus

Zum Schluss war ich happy mit meiner Tour, die ich so zuvor noch nie gefahren bin. Das war ein netter kleiner Ausflug. Ich fand, dass es auf relativ kurzer Strecke richtig schön abwechslungsreich und kurzweilig war.

Weitere Infos zur Route bzw. zur Planung:

Mainz – Heidesheim: Hiwwel-Route
Heidesheim – Heidenfahrt: Obstroute
Heidenfahrt – Ingelheim (Frei-Weinheim) Rhein-Radweg
Ingelheim Frei Weinheim – Ingelheim: lokale Verbindungsstrecke, ausgeschildert
Ingelheim Süd –Schwabenheim Selztal-Radweg
Schwabenheim – Wackernheim Obstroute
Wackernheim – Mainz  lokale Verbindung, ausgeschildert

Ich persönlich habe gerne einen „eigenen Radweg“. Die Führung auf einer Straße mag ich nicht so sehr. Auf der Straße fährt man bei dieser Tour aber nur kurze Stücke in ruhigen Orten. Für mich ist das okay.

Entfernung: 37,3 km
Aufsteigend: 208 m
Absteigend: 208 m

Dauer: Ich war fünf Stunden unterwegs, habe eine halbe Stunde Pause gemacht, und viel angehalten zum Fotografieren

Wer nicht in Mainz (z.B. Vororte Gonsenheim oder Finthen) starten will, und diese Route z.B. mit ÖPNV machen will, kann am Bahnhof Heidesheim beginnen, und am Ende der Rundtour dann von Wackernheim nicht nach Mainz abbiegen, sondern auf der Obstroute wieder zurück zum Bahnhof Heidesheim fahren. Ist durch Wackernheim allerdings sehr steil und eng. Eher nicht so meins.

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Kommentare

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  1. Schöner Bericht. Ich bin gestern von Nierstein, über den Amiche Radweg nach Hahnheim, anschließend den Selztalradweg, nach Sörgenloch von dort nach Nieder-Olm. Danach ging es weiter nach Klein-Winternheim, von dort durch den Ortskern Richtung Panoramarundweg hinauf in die Felder Richtung Hechtsheim. Abseits des Gewerbegebietes durch Feld und Wiesen über Ebersheim nach Harxheim, Mommenheim zurück nach Nierstein. War eine sehr schöne ca. 40 Km lange Tour mit 90 % Radweganteil. Abends habe ich dann gemerkt das wir im Land der Reben und Hügelleben :-)

    1. Ulrike Salzmann

      Hallo Dieter, vielen Dank für die nette Rückmeldung! Deine Tour klingt auch wirklich gut. Das mit dem "Abends gemerkt" ging mir genauso ;-) Gleichzeitig immer ein richtig gutes Gefühl! Ich finde, es bringt Abwechslung rein, die verschiedenen Wege mal individuell miteinander zu kombinieren. Viel Spaß weiterhin beim Radeln in Rheinhessen!

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