© Uwe Feuerbach

12. April 2018

Diese Orte solltest Du in Rheinhessen besucht haben

Was wäre das größte deutsche Weinanbaugebiet Rheinhessen ohne seine Städte mit großer Geschichte und den majestätischen Kaiserdomen in Mainz und Worms? Doch es gibt noch viel mehr zu entdecken, angefangen von markanten Bauten, beschaulichen Kleinoden bis hin zu Weinbergslagen mit Weltruhm. Wir stellen Euch Orte vor, die Ihr einmal besucht haben solltet bei eurer Reise nach Rheinhessen. Bekannte Wahrzeichen sind dabei, aber auch vielleicht überraschende Orte und ein mystischer Ort im Untergrund.

Flonheimer Trullo

Foto: Dominik Ketz

Weiß wie ein Zuckerhut blitzt der Flonheimer Trullo aus der Rebenlandschaft hervor und ist eines der beliebtesten Fotomotive in Rheinhessen. Seine Bauweise erinnert an die Rundhäuser in Apulien, die genau so in Kragbauweise mit Steinen ohne Mörtel errichtet werden. Gebaut wurden die Trulli im 18. Jahrhundert als Schutzhütte für die Winzer und ihre Mitarbeiter. Es wird angenommen, dass lombardische Wanderarbeiter damals beim Bau halfen.

Jüdischer Friedhof in Worms

Foto: Uwe Feuerbach

Über 2500 Grabsteine aus dem 11. bis 20. Jahrhundert stehen auf dem Friedhof, der nie zerstört wurde. Das Grab des berühmten Rabbis Meir von Rothenburg zieht Besucher jüdischen Glaubens aus aller Welt, vor allem aus Israel und aus den USA, an. Sein Grabstein ist mit kleinen Steinen und Zetteln mit Botschaften und Wünschen überhäuft.

Dom St. Martin in Mainz

Foto: Landeshauptstadt Mainz

Sieben Könige wurden seit seiner Erbauung im Jahr 975 im Dom gekrönt. Sieben Mal hat der Dom gebrannt, wurde in Kriegszeiten beschossen, aber immer wieder aufgebaut. Heute beeindrucken besonders das gewaltige Domgebirge aus rotem Sandstein, die Grabmale von 45 Bischöfen und der Marienaltar mit der „schönen Mainzerin“.

Oppenheimer Untergrund

Foto: Achim Meurer

Steile Treppen führen in Oppenheim tief hinunter in die Unterwelt, die sich unter dem Marktplatz auftut und weit verzweigt in alle Richtungen führt. Die Keller hatten mehrere Stockwerke, waren untereinander verbunden und reichten bis in die Nachbarorte. Lockerer Lehmboden machte es leicht, die Kellergänge zu graben, doch hatte der Boden unter den Häusern durchaus seinen „eigenen Willen“. Heute werden verschiedene thematische Führungen durch die geheimnisvollen Gewölbe angeboten.

Binger Kulturufer

Foto: Stadt Bingen

Entlang der Rheinpromenade lädt das Binger Kulturufer zum Bummeln ein. Mit Gärten, Mäuseturm, Museen und Vinothek ist es Treffpunkt, Park, Spielplatz, Open Air Bühne, Galerie und ein Ort für den besonderen Weingenuss in einem.

Dom St. Peter in Worms

Foto: Uwe Feuerbach

Die drei Kaiserdome in Speyer, Mainz und Worms gehören zu den bedeutendsten Leistungen romanischer Kirchenbaukunst. Der Wormser Dom St. Peter schrieb 1048 mit der Papstwahl Leo IX. und 1521 mit dem Reichstag, auf dem Martin Luther seiner Lehre abschwören sollte, deutsche Geschichte. Jedes Jahr ist der Dom prächtige Kulisse der Nibelungenfestspiele.

Kaiserpfalz in Ingelheim

Foto: Horst Goebel Görsroth

Die um 800 errichtete Ingelheimer Kaiserpfalz zählt zu den eindrucksvollsten Lebensleistungen von Kaiser Karl dem Großen. Die Reste der Palastarchitektur prägen bis heute das Stadtbild. In den vergangenen Jahren erfuhr die Kaiserpfalz eine intensive archäologische Erforschung und umfassende Sanierung. Seither gilt die Ingelheimer Kaiserpfalz als eine der am besten untersuchten Anlagen ihrer Art.

Fleckenmauer in Flörsheim-Dalsheim

Foto: Carsten Costard

Die Fleckenmauer als einzig erhaltene mittelalterliche Ortsbefestigung in Rheinhessen trägt ihren Namen nicht etwa, weil sie schmutzig ist, oder ihre Struktur ein besonders abwechslungsreiches Muster aufweist. Vielmehr umgibt die vermutlich zwischen 1470 und 1490 errichtete Mauer den einstigen Flecken Dalsheim. Die etwa 1100 m lange bis zu 10 m hohe, mit unbehauenen Kalksteinen erbaute Mauer, kann noch heute alle ihre sieben Türme vorweisen.

Heidenturmkirche in Guntersblum

Foto: Robert Dieth

Eindrucksvoll ist die Westfassade der Heidenturmkirche in Guntersblum mit ihren orientalisch anmutenden Türmen. Der Ursprung der Türme liegt in der Zeit der Kreuzzüge. Im Volksmund heißen sie „Sarazenertürme“ oder eben Heidentürme. Ihre Architektur ist nur hier in Rheinhessen noch in Alsheim, Dittelsheim-Hessloch und in Worms zu finden und führt zurück in die Zeit der Kreuzfahrer.

Roter Hang in Nierstein

Foto: Georg Knoll

An der Grenze zwischen Mainzer Becken und Oberrheingraben steht der steile Rote Hang für einen ganz besonderen filigranen und feinfruchtigen Riesling. Dafür sorgt das Zusammenspiel von Mikroklima und Rotliegendem, das dem Weinberg den Namen gab. Die Winzer aus Nierstein und Schwabsburg garantieren im Weinberg und im Keller die beste Qualität des Weins.

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