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6. März 2018

Regional, saisonal und lecker: 4 Einkehrtipps an der Hiwweltour Neuborn

Wenn wir ehrlich sind, dann ist das Einkehren in einer gemütlichen Straußwirtschaft oder Gutsschänke doch mindestens genauso schön wie das Wandern selbst, oder? Es tut Körper und Seele gut, hier und da eine Pause einzulegen und leckere rheinhessische Spezialitäten zu probieren. An der Hiwweltour Neuborn gibt es gleich mehrere Möglichkeiten dazu. Jede hat ihren eigenen Charakter und ihre eigene Geschichte.

Neubornstuben

Die Neubornstuben liegt am Rand des Walderholungsgebiets Neuborn, Ausgangs- und Endpunkt der Hiwweltour Neuborn. Laura Sandmeier und Thomas Linz heißen Euch vor oder nach Eurer Wanderung ganz herzlich und mit einem großen Lächeln willkommen.

Die beiden jungen Gastgeber haben die Neubornstuben im Juli 2017 übernommen und führen den Familienbetrieb mit ihren eigenen Ideen und einem Fokus auf alpenländischen Gerichten fort, ganz getreu dem Motto: „Die Natur ist nicht nur unser Lebensraum, sondern auch der Ursprung unseres Lebens. Lasst uns die Schönheit genauso genießen wie ihre Früchte.“

Regionale, saisonale und nachhaltige Speisen sind Sandmeier und Linz sehr wichtig. Fleisch, Gemüse, Mehl und Milch stammen ausschließlich von Bauern aus der Region. Bei Produkten, die naturgemäß einen weiten Weg auf sich nehmen müssen, achten die beiden auf fairen Handel, so wie bei ihrem Kaffee. Ihr habt die Wahl zwischen herzhaften, warmen Gerichten, die mit passenden Weinen des örtlichen Weinguts Mussel serviert werden oder einer traditionellen Brotzeit mit Wurst, Radi und Trauben, die es übrigens auch zum Mitnehmen für die Hiwweltour gibt.

Im Sommer könnt Ihr auf der schönen Terrasse den Blick über wilde Wiesen schweifen lassen. Dort gibt es auch einen Barfuß-Erlebnispfad mit Sand, Steinen, Erde und Wasser. Durch das Barfußlaufen und die unterschiedlichen Stimulationen wird der Blutkreislauf angeregt. So fühlen sich selbst müde Füße nach rund acht Kilometern Hiwweltour wieder fit.

Waldgaststätte Neuborn

Natur pur! Die rustikale und rheinhessisch-herzliche Waldgaststätte Neuborn liegt mitten im Walderholungsgebiet Neuborn und somit ebenfalls direkt am Ausgangs- und Endpunkt der Hiwweltour Neuborn.

Wenn Ihr das kleine Häuschen im Wald betretet, duftet es vielleicht gerade nach frisch gebackenem Brot oder nach selbstgemachten Kartoffelpuffern. Gastwirt Alex Grunwald steht gerne in der Küche und probiert Neues aus. „So ein Standort mitten in der Natur verpflichtet“, sagt er. Daher setzt er auf frische, natürliche Zutaten und bezieht sein Fleisch von einer regionalen Landmetzgerei. Das Essen hier ist „einfach, aber ordentlich“ und gerade nach einer langen Wanderung auf der Hiwweltour ist das genau das Richtige.

Die Waldgaststätte blickt auf eine traditionsreiche Geschichte zurück. Schon in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts war die Gaststätte ein beliebter Ausflugsort; damals nur zu Fuß erreichbar. Der schattige Biergarten lockt auch heute noch mit selbstgemachten Limonaden, einem kühlen Bier und natürlich einem Gläschen Wein. Bis in die 70er Jahre hinein war das kleine Haus im Wald zudem ein beliebtes Tanzlokal, und so manch ein Einheimischer weiß noch immer lebendige Geschichten aus dieser Zeit zu erzählen. Alte Fotos zeugen von der Geschichte der Waldgaststätte und Ihr könnt selbst Damals mit Heute vergleichen.

Weinstube „Zum Woifässje“

Das pittoreske Weindorf Rommersheim liegt mitten auf der Hiwweltour Neuborn. Gleich hinter dem Ortseingang auf der Hauptstraße findet Ihr die Weinstube „Zum Woifässje“ des Weinguts Ullmer.

Klaus und Evelyn Ullmer begrüßen Euch im ehemaligen Kuhstall, der aufwendig renoviert wurde, seinen gemütlichen Charme mit urigen Balken, rauen Steinwänden und gewölbten Decken aber nicht eingebüßt hat. Neben Winzerkaffee, Brotzeit und Weinen aus eigenem Anbau gibt es abends Deftiges aus der rheinhessischen Küche. Und das ist wirklich schmackhaft, denn neben dem Weinbau haben die Ullmers eine weitere Leidenschaft: die Knoblauchzucht. So gibt es, sofern man denn möchte, Gerichte, die das Herz eines jeden Knollenliebhabers höherschlagen lassen: warme Knoblauchstangen aller Art und sogar ein Schnitzel, das mit Knoblauch gefüllt ist.

Auch außerhalb der Öffnungszeiten dürft Ihr jederzeit auf den Hof kommen und schauen, ob Klaus Ullmer zuhause ist. Das lohnt sich nicht nur, weil er einen Schlüssel zur historischen Rommersheimer Kirche hat, sondern auch, weil er als Kultur- und Weinbotschafter wunderbare Geschichten über seinen Heimatort und die Hiwweltour erzählen kann.

Restaurant „Zum Gläsernen Trinkhorn“

Das Restaurant „Zum Gläsernen Trinkhorn“  liegt ebenfalls in Rommersheim und bietet Euch exzellente Küche in schöner Atmosphäre.

Küchenchef Markus Lettau hat sich mit dem „Gläsernen Trinkhorn“ einen lang gehegten Traum erfüllt. Hier könnt Ihr die Seele baumeln lassen und hervorragende Speisen sowie Weine probieren, die Körper und Geist guttun. Das ist ihm in der heutigen Schnelllebigkeit besonders wichtig.

Im Sommer lädt der schöne Innenhof zur Einkehr ein. Wenn Euch nur nach einer Zwischenmahlzeit zumute ist, findet Ihr auch kleine Gerichte auf der Karte. Außerdem warten erfrischende Getränke auf durstige Wanderer. Stammt daher der Name „Zum Gläsernen Trinkhorn“? Nicht ganz!

Das Restaurant befindet sich in einem alten Scheunenkomplex mit wunderschönem Fachwerk, der bereits im Jahr 1629 erbaut wurde. Damals fand man in der Erde ein gläsernes Trinkhorn aus der Merowinger-Zeit, das heute im Landesmuseum in Mainz ausgestellt ist. An diese besondere Geschichte erinnern der Name des Restaurants und einige handgefertigte Trinkhörner, die dort dekoriert sind.

 

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